Vergangenheit und Zukunft

Seit Tagen fällt mein Blick im Kalender auf ein Datum, an dem ein Mensch Geburtstag hat. Soweit nicht ungewöhnlich.

Wohl aber, dass der  Kontakt zu diesem Menschen sehr plötzlich abriss.

Wer mich kennt,weiß, dass mich so etwas nicht kalt lässt, sondern beschäftigt. Lange beschäftigt.

So also auch jetzt. Ich hoffe einfach darauf, dass es irgendwann weniger wehtut. Tröste mich damit, wer mich fallen lässt,  hat meine Gedanken dazu und meine Freundschaft auch nicht verdient. Das hilft nur leider nicht.

 

Seit Jahren ist das Datum, was da im Kalender steht, das falsche, seit Jahren gratulierte ich dir stets einen Tag zu früh – eigentlich peinlich, wenn es sich um jemanden handelt, dem ich so eine große Bedeutung zugestanden hatte.

Aber ich lasse es nicht bleiben und gratuliere dir jetzt und hier, nochmal am richtigen Datum. Vielleicht liest du es und freust dich wenigstens, dass du in Erinnerung bleibst – auch wenn du mich nicht mehr kennen willst.

Alles Gute zum Geburtstag.

Neuer Meilenstein

Lange habe ich nichts von mir hören lassen.

Die Elternzeit beansprucht mich noch voll und ganz – in einem halben Jahr werde ich aber auch wieder berufstätig sein.

 

Tja – und schon jetzt beginnt für den Zwerg und mich ein neuer Abschnitt auf dem Weg ins Groß-Werden. Seit Montag befinden wir uns in der Eingewöhnung in der Krippe.

Oder sollte ich sagen, ich befinde mich noch in der Eingewöhnung? Junior ist ja schon voll und ganz angekommen, ich hab das Gefühl, wenn ich nicht im Gruppenraum sitze, würde er mich auch nicht suchen. Beziehungsweise habe ich dafür die Bestätigung schon, denn wir sind bereits so weit, dass ich nach dem Frühstück im Flur in der Elternecke sitzen bleibe und ihn dann erst später wieder abhole. Er scheint mich nicht zu suchen oder zu vermissen.

Das ist – grundsätzlich- ja ganz toll – hatte ich doch auch Angst, dass mein kleiner Klammeraffe Probleme bei der Eingewöhnung haben könnte.

Aber jetzt bin ich es, der das Loslassen noch ganz schön schwer fällt. Rund eineinhalb Jahre  habe ich jeden Tag und jede Nacht mit ihm verbracht, ihn permanent an meiner Seite gehabt und ihm beim Wachsen und Fortschritte machen förmlich zusehen können. Und jetzt wird mein Kleiner einfach so groß? Er will morgens kaum warten, bis ich ihm die Straßenkleidung ausgezogen und die Hausschuhe angezogen habe, so eilig hat er es, zum Spielen in die Gruppe zu kommen.  Wenn ich noch in der Grupee sitze, werde ich von ihm nur selten beachtet, er ist so beschäftigt mit den Spielsachen und den anderen Kindern – eigentlich könnte ich dann jetzt gehen. Ich könnte – aber so ganz kann ich auch noch nicht.

Von Tag zu Tag werde auch ich entspannter – aber ganz zu Beginn fühlte es sich sehr seltsam an, dass jemand “Fremdes” seine  Bezugsperson werden sollte, ihn trösten, falls er weint etc. Mittlerweile kann ich schon einigermaßen entspannt mein Buch lesen und warten, dass die Zeit kommt, wo ich wieder zur Gruppe gehe und ihn abhole.

Nun werden wir das Wochenende abwarten und schauen, wie er am Montag reagiert. Und dann kommt wohl tatsächlich bald die Zeit, wo ich ihn auf die wilde Welt loslassen “darf”.

 

X. FFT – Nachlese

Na das fängt ja schon mal gut an – die Anreise zum FFT gestaltete sich spaßig, weil ich erst auf dem Weg nach Dresden eine Stunde im Stau stand (so lange brauche ich normalerweise für die komplette Strecke nach DD), dann zu allem Übel noch die Milchflaschen für den Junior bei Schwiegereltern vergessen hatte – zum Glück kann man die mal eben ersetzen- und dann auch noch in die Endlosbaustellen-Landschaft um Freyburg hineingeriet.

Wenn man ne Stunde lang wechselseitig dem Navi (welches mich immer wieder auf die gesperrte Strecke schicken wollte) und den plötzlich nicht mehr auftauchenden Umleitungs-Wegweisern folgt, kann das schon mal Nerven kosten.

Meine Güte. Kurz bevor mir der Geduldsfaden riss, erreichte ich erstmal Kirchscheidungen. Zum Glück. Das ist für mich immer ein bisschen, als ob ich nach Hause komme.

Also eben dort auf den Platz gefahren und schon mal schnell den Anwesenden hallo gesagt, bevor ich mich auf die Suche nach unserer Pension machte. In Burgscheidungen selbst erwartete mich ein nicht vorhandener Handyempfang – schlechte Voraussetzung, um die Pensionsbetreiber anzurufen, um unsere Ankunft anzukündigen. Also wieder zurück, von Kirchscheidungen aus schnell in der Pension angerufen, um dann wieder hinzufahren. Immerhin, irgendwann waren wir dann wenigstens da.

Später habe ich dann gemütlich den noch fast leeren Platz genossen,mit den anderen schon angereisten gemeinsam gegessen und noch eben einen Taxi-Dienst zum Bahnhof erledigt – so schnell war der Donnerstag abend vorbei.

Freitag ging es schon beizeiten los für uns. Im Laufe des Tages konnte ich viele lieb gewonnenen Freunde begrüßen, die meiste Zeit verbrachte ich wohl mit Gesprächen mit all denen, die ich seit 2 Jahren nicht gesehen hatte.

Erstmal war ja Open Stage – in diesem Jahr eher etwas spärlich besetzt. Aber sehr gute Beiträge, durchweg.

Die Konzerte verfolgte ich diesmal von etwas abseits. Und doch war es einfach schön.  Auf die einzelnen Künstler mag ich diesmal gar nicht so detailiert eingehen – aber muss einfach mal anmerken, dass in Gerits Tochter Emmi eine ganze Menge Stimme und Talent vereint ist – ich hoffe, dass ich sie nicht zu m letzten Mal singen gehört habe.

 

Bei Fishingerschach und Fishcup waren wir in diesem Jahr auch wieder vertreten – allerdings war das Glück uns wohl nicht hold – in beiden Disziplinen sind wir in der Vorrunde ausgeschieden, so dass für uns die Wettkämpfe eher als Zuschauer interessant waren.

Am Abend verliehen wir vom Fanclbub bzw aus dem Orgateam ein paar besondere Preise – den Traumfänger-Award. Wir zeichneten die Bands, die bei uns spielten, den besten Versorger, das beste Platzbetreiber-Team, den besten Startblock und die besten Multitalente aus (hier waren Annika und Malte gemeint, die beiden sind einfach unersetzlich! An dieser Stelle noch mal ein dickes Dankeschön an euch!), enthüllten die selbstgestalteten Banner für die Bühne (großes Danke und Kompliment an Sunny und Sterni, die hier die Arbeit leisteten), für die Fishe gab es in diesem Jahr eine “Fishplatte” – eine CD mit selbst aufgenommenen Musikstücken, die von Traumfängern beigesteuert wurden). Mein Favorit des Abends war in diesem Jahr Falkenberg – ich hatte es ja schier nicht fassen können, dass Eric ihn fürs FFT gewinnen konnte und er bei unsd spielen würde. Da er sonst ja seine Konzerte auch überwiegend im Osten spielt, war es mir bisher erst ein Mal möglich, ihn live zu erleben. Ich habe das Konzert mit schlafendem Kind im Tragetuch von den Stufen zur Unstrut gehört und bis zum letzten Moment genossen. Hoffentlich war das kein einmaliges Gastspiel?

Mit Kind dreht die Welt sich einfach anders – und so beschlossen wir dann, dass wir diesmal nicht auf die Fishe warteten, sondern mit dem Kleinen in die Pension fahren, damit er ins Bett kommt.

Am Sonntag verbrachten wir noch ein paar Stunden auf dem Platz, frühstückten in Ruhe und machten uns dann in getrennte Richtungen auf den Weg nach Hause – mein Weg war diesmal lang und beschwerlich. Selbst schuld, wenn man der Ausschilderung zur Autobahn folgt und erstmal bis nach Jena Überland fährt, um dann die  komplette Strecke auf der Autobahn nochmal in die entgegengesetzte Richtung zu fahren.

 

Ich danke allen Beteiligten, dass sie dieses Wochenende wieder zum besten dieses Jahres gemacht haben. Schön, dass wir uns wiedergetroffen – oder neu kennengelernt haben!

 

Ich weiß…

 

dass du meinen Blog nicht liest.

Deswegen kann ich versuchen, mir hier mal Luft zu machen, ohne dass ich dafür direkt nen Tritt kassiere.

 

Du sagst, dir bedeutet die Freundschaft sooo viel und ich würde dich so gut kennen.

Du sagst, ich sei dir wichtig.

 

Genau deswegen bin ich es wohl auch immer, die DICH ja falsch versteht und die  “immer” alles auf sich bezieht, wenns so allgemein gehalten wird. Dass du das genauso tust – das lass ich mal dahingestellt, das ist eben so.

Ich habe nicht die Kraft, jedes Mal zu verarbeiten, dass ich gerade wieder der Prügelknabe für dich bin, wenn es dir schlecht geht. Ich bin im Augenblick mit meinen Kräften an der Reserve und du hast nichts anderes zu tun, als mich dafür verantwortlich zu machen, dass es dir gerade nicht gut geht?

 

Seit einiger Zeit kämpfe ich Tag für Tag aufs Neue darum, durchzuhalten – vieles schluck ich einfach runter. Und anstatt manche Dinge einfach auf sich beruhen zu lassen, MUSST du derzeit scheinbar einfach noch mal nachtreten. Und statt ein Gespräch zu suchen, wird dann ein angepisster Post rausgeschickt und MIR wird angekündigt, dass du mich aus der Liste kickst. Das finde ich ehrlich gesagt wenig fair – weil es JEDES MAL so abläuft. Und jedes Mal habe ich dann Angst, dass es wieder so losgeht.
Beim letzten Mal sagtest du ich solle nicht so unsicher sein, das würde ja nicht mehr passieren, dass du mich wegen sowas aus deinem Leben entfernst. Wird es nicht? Und wieder sehe ich, dass genau das passiert. Es passiert irgendwas, was normalerweise gar kein Drama wert wäre – wenn man miteinander REDEN könnte. Und du drohst mir, dich dann mal endgültig zu verziehen? Mal wieder?
Es fällt mir wirklich schwer, dann an die Bestandskraft dieser Freundschaft zu glauben, wenn ich weiß, dass du sehr bald dazu greifst, mich einfach abzuschießen. So viel scheint dir diese Freundschaft dann doch nicht zu bedeuten – beziehungsweise glaube ich inzwischen, dass ich dich doch nicht besonders gut kenne.

 

Inzwischen überlege ich mir schon mindestens 3x, was ich überhaupt noch schreibe – und dann fühlst du dich noch angegriffen. Meistens sogar, obwohl du gar nicht gemeint bist. Ich schlucke auch ne Menge – bis auf heute, wo es mir einfach gereicht hat, dass du nicht mal an meinem Geburtstag Ruhe halten kannst und lieber noch mal nachtrittst, wenn ich schon aufgebe und mich dafür ENTSCHULDIGE, dass ich deinen Post nicht gesehen habe.

 

Okay, mittlerweile korrigere ich mich mal – du drohst nicht nur, du kickst auch. Sehr durchdachte Reaktion, irgendwie. Und für mich schon klar gewesen. Diesmal bettel ich nicht mehr – weil ich es nicht kann. Ich will nicht wieder, wie beim letzten Mal, wochenlang hoffen, dass es doch anders kommt. Und ich kann auch nicht mehr. Einserseits bin ich gerade traurig- weil du mir wichtig bist. Andererseits bin ich stinkwütend, weil ich unfreiwillig mal wieder gewusst habe, was passieren wird.  Ich wäre froh gewesen, wenn ich Unrecht gehabt hätte.

 

Aber so muss nun jeder auf seine Weise damit klarkommen. Scheinbar wirst du das auch ohne mich gut können.

An einen Freund

Heute mal in Form eines Briefs, den die Person, um die es geht, vermutlich nicht lesen wird.

 

Lieber X,

 

erstmal vorweg will ich dir sagen, dass ich nicht daran zweifle, dass wir Freunde sind und dass ich dir irgendwas bedeute.

Allerdings frage ich mich, was für dich eine sogenannte “beste Freundin” ausmacht. Welche Rolle diese in deinem Leben spielt und wie sie sein sollte.

Denn vermutlich haben wir da völlig verschiedene Vorstellungen. Für mich ist ein bester Freund oder eine beste Freundin jemand, der mich in- und auswendig kennt, dem ich anvertraue, wenn mich etwas beschäftigt oder ich Kummer habe, der mich einschätzen kann und den ich um Rat frage, wenn ich mal nicht weiter weiß.

Du bezeichnest mich als “die beste Freundin die man haben kann” – aber es fühlt sich ehrlich gesagt nicht so an. Ich habe bemerkt, dass ich eigentlich nicht viel über dich weiß. Dass du mir kaum was erzählst, sondern eben alles mit anderen besprichst. Dich verbindet mit so einigen menschen eine wirkliche Geschichte – die haben wir aber nicht. Was verbindet uns, außer Sympathie? Muss man sich doch nur mal deine Bilder von dir und Freunden ansehen oder die FB-Posts, die du den besonderen menschen widmest. Nicht, dass ich das voraussetze. Das nun wirklich nicht. Aber es ist zu spüren, dass ich da an sich keine Rolle spiele. Ich wüsste so gerne, was ich für dich eigentlich bin.

Ich möchte keine beste Freundin um der Bezeichnung willen sein, wenn ich es im herzen vielleicht doch nicht bin. Denn da frgt man sich irgendwann automatisch: Würde es überhaupt Spuren bei dir hinterlassen, wenn ich mich von dir entferne? Es tut mir weh, dass ich wieder so denke, aber die letzte Zeit hat mich da sehr nachdeklich und unsicher gemacht.

Ich kann damit leben, wenn ich “eine Freundin” und nicht die “Beste” bin, aber eben nicht, wenn man mir das eine erzählt, aber was anderes lebt.

Freunde :)

Wieder mal nehme ich mir Zeit, ein bisschen Einblick in mein kleines Chaos zu gewähren, viel ist passiert.

Bald wird meine Familie um ein wichtiges Mitglied reicher, wir erwarten in ca. 14 Wochen unseren ersten Sohn und ich bin sehr glücklich darüber – wenn man von der Angst vor der Geburt absieht.

Aber auch wieder mal Gedanken mache ich mir so um meine Freundschaften. Ich habe einige Blogeinträge aus der Vergangenheit gelesen und stelle jetzt fest: Der Mensch, dem sie gewidmet waren, ist mir und meinen Vorstellungen von Freundschaft gar nicht so unähnlich. Das hätte er damals nur im Leben nie zugeben wollen oder können, weil er da immer die unberührbare Fassade aufrechterhielt.

Nun, da ich das weiß, sind mir manche seiner Reaktionen zwar auch nicht verständlicher, aber wenigstens weiß ich, dass der Kampf um diese Freundschaft nicht vergeblich war und dass ich genau dafür geschätzt werde: Ich bin nun mal da, wenn man mich braucht. Ohne zu fragen und quasi jederzeit. Ich zweifle nicht mehr an seiner Freundschaft – auch wenn es immer noch manchmal etwas einseitig wirkt. Vielleicht bin ich auch zu ungeduldig, wenn es darum geht,zu warten, bis er sich selber melden mag.

Zum Glück habe auch ich solche Freunde, die für ich bzw. uns da sind – es ist ein Geben und Nehmen, keine Einbahnstraße. Es sind uneigennützige, tolle Menschen, die mich da umgeben. Wer würde das schon von sich aus anbieten: “Ich tapeziere bei euch,während ihr im Urlaub seid” – so völlig selbstlos, wir sind gerade froh um jeden Punkt, den wir streichen können von der To-Do-Liste und diese liebe Freundin hilft uns, einen großen Posten abzuhaken. Ich weiß noch gar nicht, wie ich mich dafür bei ihr bedanken kann.

Aber auch demjenigen, den wir zum Paten unseres Kleinen auserkoren haben, will ich hier danken und ein kleines Denkmal setzen – unsere Freundschaft hatte aufgrund seiner Vergangenheit ihre Tücken – und wir standen hinter und neben ihm, als er die große Wende geschafft hat – ich bin einfach sehr stolz auf ihn, dass er sein Leben so in den Griff bekommen hat und dankbar, ihn zu kennen.

Ganz ich bin glücklich und dankbar für meine beiden Besten – Tom und Sebastian – mit euch hab ich so einiges erlebt, durchgestanden und kann mit euch über alles reden – DANKE für eure Freundschaft!!

Und nicht zuletzt bin ich froh, die vielen Menschen zu kennen, die ich durch die Musik kennengelernt habe – egal ob Musiker oder “Fan” – ich schätze euch und freue mich über jedes Wiedersehen!

 

Brief ans vergehende Jahr

Liebes 2013,

 

nuN ist es bald vorbei mit dir und dies nutze ich, um Bilanz zu ziehen – wie in jedem Jahr.

 

Viel gelernt habe ich im vergangenen Jahr. So auch, dass man niemandem seine Freundschaft oder Zuneigung hinterhertragen muss – wem du etwas bedeutest, derbemüht sich von allein – oder eben nicht.

Oder auch, dass ein !”Ich mede mich später” zwischen zwei Personen völligst unterschiedliche Zeitspannen umfassen kann – bei manchen heißt das, man hört sich dann eben demnächst – oder bei anderen, dass es noch am gleichen Tag passiert. Wobei mir ja letzteres etwas lieber wäre ;-) (aber wir sind hier nicht bei “Wünsch dir was”, ist mir schon klar.)

Ich habe gelernt, dass ich großartige Freunde habe, die mich so schätzen, wie ich bin. Und das, egal wie unsicher ich mir selbst manchmal darüber bin, ob ich gut so bin, wie ich eben bin.

Und ich habe gelernt, dass Alter nicht alles ist und dass ich mich nicht von diesem Argument erschlagen lassen darf – ein bisschen Zähne zeigen hilft da auch…

 

Die kirchliche Hochzeit in diesem Jahr war wundervoll – wir haben beide einfach großartige Familien, Freunde und Bekannte, die diesen Tag mit uns verbrachten und für uns gestaltet haben.

Und noch immer bin ich sehr traurig, dass mein Opa diesen Tag nicht mehr erlebt hat – ich vermisse ihn trotz seiner oft seltsamen Art ganz schön. Es macht mich traurig, zu wissen, dass er nicht mal mehr seinen Urenkel (oder seine Urenkelin) mehr kennenlernen konnte. Und das neue Leben, was da gerade heranwächst, st auch zugleich das Schönste, was ich mit ins kommende Jahr hinübernehme. Wir freuen uns auf dich!

Gedanken zum 1. Jahrgedächtnis

Heute vor einem Jahr ist ein Mensch gegangen, um den ich immer noch trauere – und mit mir viele andere, denn Dr. Hagen Höpfner war ein besonderer Mensch.

Ich kannte ihn bei Weitem nicht so gut wie die meisten anderen. Deswegen weiß ich gar nicht – “darf” ich überhaupt so trauern? Mir ist die Gelegenheit, ihn näher kennenzulernen oder öfter mit ihm ins Gespräch zu kommen, verwehrt geblieben.  Ich vermisse ihn dennoch, er war ein kreativer Mensch, Künstler, Musiker, der mit bissigem Spott und kritischer Sicht auf die Politik und das Leben durch seine Musik und Gedichte zum Nachdenken anregte, als “Häuptling” unseres Fanclubs hielt er die Mannschaft zusammen und hielt sich neutral, wenn sich alle anderen mal die Köpfe einschlugen.

Man spürt deutlich, dass er überall fehlt.

Als Freund, Musiker, Partner (liebe Frieda, an dieser Stelle wünsche ich dir viel Kraft, um die Zeit, die dir hier bleibt bis ihr euch irgendwann wieder begegnen werdet, da drüben, zu meistern – und Freunde, die dich stützen können, lindern kann man diesen Schmerz wohl kaum so richtig) wird er so sehr vermisst.

Ich bin dankbar, dass Daniel Schulz sich Hagens “Vermächtnis” angenommen hat und uns mit seinem Album wohl eine weitere Möglichkeit gegeben wird, die Erinnerung an ihn lebendig zu halten.

Hagen, du wirst in den Herzen der Menschen, die dich kannten, für immer unvergessen sein!

 

Von Freunden und Fishen

Gerade liegt wieder eins meiner Jahreshighlights hinter mir, das Fantreffen des Fanclubs “Die Traumfänger”.

Da das Feuertal-Festival diesmal zeitlich nur eine Woche vorher stattfand, war das schon ein Warm-Up für das Wiedersehen mit so vielen Menschen, die man sonst nur 1x im Jahr sehen kann.

Und beim Betrachten der unzähligen Fotos des Fantreffens (die ich nahezu alle nicht selber geschossen habe, danach war mir diesmal einfach nicht) geht mir so viel im Kopf rum. Viele der Traumfänger sind während der nunmehr 6 Jahre, die ich dazugehöre, mir sehr sehr ans Herz gewachsen, zu guten Freunden geworden und ich möchte von den ganz besonderen niemanden mehr missen.   Einer fehlt in unserer Mitte – und doch wird er immer in unseren Herzen leben –

Hagen, du bist nicht vergessen!!

Gemeinsam hab ich an diesem Wochenende getrauert, aber auch so freudige Momente erlebt, die Zeit angefüllt mit schönen Gesprächen, allerhand Blödsinn – danke an “meine” Merch-Mädels, Flo, Pablo, Gerit und Bert für den unglaublichen Samstag ;-)

Manchmal war jedoch auch das Gefühl, einen Menschen (in diesem Falle 2) trösten zu wollen und es nicht zu können – weil man sich doch eigentlich nicht so nahe steht- kaum zu verdrängen. Ich wünsche mir, dass wir alle eines Tages nur noch in Liebe und ohne Tränen an ihn denken können.

Aber zurück zu dem, worum es mir eigentlich geht, ich will DANKE (oder, Achtung Insider: “ADNKE” :D) sagen. Danke an die Traumfänger, die mich so herzlich aufnahmen, danke an die neu Kennengelernten – Fremde sind Freunde, die wir noch nicht kennen, in diesem Sinne freue ich mich schon auf das Wiedersehen im nächsten Jahr!

 

Tourtagebuch Müncheberg – eine “Vor-Vor-Premiere”

Am Gründonnerstag war es also endlich soweit, das neue Fish&Friends-Album sollte im Landhaus Luckas Premiere haben.  Nach einer verhältnismäßig langen Zeit ohne Konzerte und ohne ein Wiedersehen mit den Traumfängern war ich schon gespannt auf das Konzert und darauf, welche Songs wohl gespielt werden würden. Gemeinsam mit Fis und ihrem Kommilitonen sind wir also ins nahegelegene Müncheberg gestartet. Schon die Anreise hatte einen gewissen Spaßfaktor, wenn plötzlich die befestigte Straße aufhört und man im Dunkeln erst den Parkplatz und dann den Weg zum Haus sucht. Aber doch noch irgendwie zu lösen, als wir ankamen, war das gemütliche Häuschen schon gut gefüllt, ganz vorn 2 Reihen der Traumfänger auf dem Boden, es war auch ein freudiges Wiedersehen mit den Freunden.

Eingeleitet wurde der Abend von der Gastgeberin, Monique Luckas, die den TAGTRÄUMER und die Band begrüßte und sich in einer komplexen Geschichte um das Ziegendilemma verstrickte ;)

Malte spielte einige Songs von neuen Album “Schlaflos”, angefangen bei Devolution”, “Nimm das Video raus”. Sehr emotional wurde es, als er dann den Song “Flieg, Rabe, flieg” spielte, den er zum Andenken an seinen Freund, unseren Fanclubchef und Freund Dr. Hagen Höpfner geschrieben hat. In diesem Moment war im Publikum besondere Stille eingekehrt und in den Reihen der Traumfänger wurde noch enger zusammengerückt.

Er verabschiedete sich mit zwei Zugaben, eine davon war “Sags!”, von Eric mit den Worten angekündigt, dass ihm diese Version besser gefiele als seine eigene, weswegen er den Song seither nicht mehr selbst gespielt hatte und schlussendlich beendete er sein Programm mit “ich muss schon wieder gehen”  und übergab die Bühne an die Band. Die kleine Bühne erwies sich als sehr eng, bei Gerit wude unter den Traumfängern bereits gewitzelt, dass er nur mittels einem gewagten Sprung oder einer “Hechtrolle” aus seiner Ecke herauskommen würde.

Wie vermutet begann das Programm mit ” In der Kaskade”, dann holte er das Publikum ins Boot mit “anders sein”, um gleich darauf das “neue Dei” dranzuhängen und “Ich werrd verrückt” zu spielen. Auch das lange nicht live gehörte Cover “Walk in the ocean” war dabei, die weitere Setlist bestand aus “Wie ich ein Fisch wurde”, “Deine Tage”, “Farben”,”Schrei”, “Einer muss es sein”,”Marietta”, “Narren und Tyrannen”. Dann war es an der Zeit für eine Pause.

Nach der Pause gab es eine schöne Mischung aus Liedern der Zugabe III und vom neuen Album, aber auch “Satt zu essen” von Pension Volkmann wurde endlich wieder mal gespielt. Bei “Message in a (whiskey) bottle” versuchte sich Eric als Publikumsanimateur, Winken, Schunkeln, Klatschen im Takt. 

Anschließend hatten Rainer und Uwe je ein Wunschlied im Programm, jeweils quasi ein Solosong.

Es folgten noch 5 Songs, bevor sich die Band mit “Blick zurück” etwas unerwartet und plötzlich vom Publikum verabschiedete und das Konzert so einen sehr zügigen Ausklang fand. Alles in allem war es schön, dass nicht nur die Songs der “Kaskade” zu hören waren, sondern so eine schöne Mischung aus fast allen bisherigen Alben und Zugabe-CDs.

Vermisst habe ich den Song “Machs gut mein Freund”, aber vielleicht kommt dieses schöne Andenken an Hagen dann auf anderen Konzerten der Tour noch dazu.

Es war ein schöner Konzertabend, der super auf die Tour einstimmte .